Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus. Wanderausstellung der Braunschweigischen Landschaft e. V.

Die Zeit des Nationalsozialismus‘, ihre Voraussetzungen und Folgen beschäftigen heute Wissenschaft und Öffentlichkeit mehr denn je. Sie sind eben nicht nur ein „Vogelschiss“ in der Geschichte Deutschlands – dass diese Zeit noch nicht bewältigt ist, zeigen gegenwärtige politische Bestrebungen ihrer Relativierung. Deshalb setzt sich gerade jetzt die Arbeitsgruppe Heimatpfleger in der Braunschweigischen Landschaft speziell mit diesem Thema auseinander.

Die Heimatpfleger möchten „dazu beitragen, die historische Urteilskraft zu schärfen“, so Harald Schraepler, Sprecher der Arbeitsgruppe. Die Ausstellung mit 32 Tafeln nimmt in den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur lokale Ereignisse, Bauwerke und Personen aus dem Gebiet des alten Landes Braunschweig in den Fokus, die – einem Mosaik gleich – ein Bild der Region während der nationalsozialistischen Herrschaft ergeben. Das Spektrum reicht von der im Herbst 1931 gegründeten „Harzburger Front“ über die Zerstörung der Synagoge in Seesen bis zum Kriegsende im Kreis Helmstedt.

Für den Bereich des Kreises Holzminden wurden zwei Tafeln durch die örtlichen Archive beigesteuert: Dr. Hilko Linnemann (Kreisarchiv) lieferte den Beitrag „Zwangsarbeit für die Rüstung im Zweiten Weltkrieg im Raum Eschershausen“, Dr. Matthias Seeliger (Stadtarchiv) befasst sich mit „Kultur als Bestandteil der Propaganda: Der Thingplatz in Holzminden“.

Die Texte und Abbildungen der Ausstellung wurden zu einer im Stadtarchiv erhältlichen Broschüre, ebenfalls mit dem Titel „Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus“, zusammengefasst.

Bis zum 26. September ist die Ausstellung Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr zugänglich.