Ausstellung "Heimatfront" – Das Herzogtum Braunschweig im Ersten Weltkrieg

Mit der Ausstellung „Heimatfront“ erinnert die AG Geschichte der Braunschweigischen Landschaft an die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Galt es doch auch weit entfernt von der Front, das Kriegsgeschehen zu deuten und die Wirtschaftsleistung sicherzustellen. Zugleich brachten die Nachrichten über die gefallenen Angehörigen, die Verwundeten und Versehrten auf den Straßen und in den Krankenhäusern die Kriegsgräuel auch in die Dörfer und Städte des Braunschweiger Landes. Für die Unterstützung der kämpfenden Soldaten und zur Aufrechterhaltung der Kriegsfähigkeit des Kaiserreiches waren Opfer zu erbringen, Entbehrungen zu ertragen.

Die Kriegspropaganda hat hierfür schon früh den Begriff der „Heimatfront“ eingeführt, der den Krieg zu einer Sache des ganzen Volkes machen sollte. Die Mobilisierung dieser „Heimatfront“ in unserer Region wird anhand der ausgewählten Themenbereiche Militarisierung der heimischen Gesellschaft, Kriegswirtschaft, Feldpost- und Nachrichtenwesen, Propaganda, Lazarettwesen und Kriegsgedenken dargestellt. Illustriert werden diese Themenschwerpunkte durch ausgewählte Quellenabbildungen; integriert wird damit eine überlieferungsorientierte Perspektive.

Denn kaum ein anderes Ereignis der europäischen Moderne ist so umfassend dokumentiert wie der Erste Weltkrieg. So bewahren auch die Archiveinrichtungen im Wirkungskreis der Braunschweigischen Landschaft eine große Fülle und Bandbreite an Quellen zu Krieg und „Heimatfront“, auf die im Rahmen dieser Ausstellung aufmerksam gemacht werden soll.

Die Ausstellung, die nun bis Pfingsten 2019 im Stadtarchiv Holzminden (Familienzentrum, Sollingstraße 101) gezeigt wird, ist ein Kooperationsprojekt des Niedersächsischen Landesarchivs – Standort Wolfenbüttel, des Landeskirchlichen Archivs Wolfenbüttel sowie der Stadtarchive Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter.