Die Innenstadt Holzmindens läßt sich sehr schön durch einen Rundgang erkunden. Vom Parkplatz Johannismarkt aus kann man die Altstadt Holzmindens und benachbarte Bereiche auf kurzem Weg erreichen. Die Hintere Straße läßt den Typ der Ackerbürgerhäuser erkennen, mit dem Giebel zur Straße gerichtet, aus Fachwerk gebaute Hallenhäuser. Einige dieser Häuser sind mit Platten aus Sollingsandstein auf den Dächern und teilweise auch an den Außenwänden bedeckt. Die Hintere Straße führt auf ein hohes Torhaus zu, das Reichspräsidentenhaus. Hier erklingen nach der Uhr im Glockenspiel beliebte Melodien. Auf seiner nach außen gerichteten Seite kann man zu bestimmten Zeiten die Figuren des Meisterumzuges der Fachhochschulabsolventen vorüberziehen sehen.

Tilly-Haus

Durch die Grabenstraße gelangt man zurück zum Johannismarkt. Hier steht das Tilly-Haus, das 1609 errichtet vom Brand im Dreißigjährigen Krieg verschont blieb. Es wird angenommen, daß Tilly in dem aufwendigen Haus vorübergehend sein Quartier bezogen hat.

Luther Kirche

Die Luther-Kirche (ursprünglich Marien-Kirche) ist ein Wahrzeichen der Stadt. Der Raum für Gottesdienste erfuhr durch einen Umbau von 1577 zur zweischiffigen Halle und erneute Veränderungen 1900 wesentliche Umgestaltungen.

Der Markt im Zentrum der Altstadt mit Brunnen und Baumreihen dient dem Wochenmarkt und Festveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Fahnenschwenken anläßlich der traditionellen Schützenfeste. Einst befand sich auf dem Platz im Westteil das Rathaus und im Ostteil das Brauhaus. In der wegen ihres gekrümmten Verlaufs so genannten Halbmondstraße fällt das Severinsche Haus von 1683 (Nr. 9) in die Augen. Es ist das größte der Holzmindener Ackerbürgerhäuser, reich geschmückt und mit kunstvoll gestalteter Wetterfahne.

Raabe-Brunnen

An der Kreuzung befindet sich der Raabe-Brunnen von 1927 mit der Figur von Klaus Eckenbrecher aus Raabes Heiligem Born.

In der Fußgängerzone der Mittleren Straße findet man Wasserspiele. Im Durchgang des angrenzenden Torhauses von 1922 befinden sich kunstvoll bearbeitete Sollingsandsteine, ferner eine Tafel zur Erinnerung an die 1938 zerstörte Synagoge.

Rathaus der Stadt Holzminden

In der Neuen Straße stehen eine Anzahl von Behördenbauten im Stil des Klassizismus. Zu Ihnen gehört die Landkreisverwaltung (Nr. 9/11), die unter Mitwirkung des bedeutenden Braunschweiger Architekten Ottmer vollendet wurde, ferner das Rathaus von 1847.

Brunnen am Platz der Düfte

Die Obere Straße wurde zur Fußgängerzone umgestaltet. Hier wurde versucht, vielfältige und unterschiedliche Nutzungen im Straßenraum möglich zu machen und auch langfristig die Straßenflächen unterschiedlich zu interpretieren.

Die Obere Straße wird gegliedert von Ost nach West durch drei Orte:

der Baumplatz

der Platz der Düfte

der Platz am Wasser

 

Fachhochschule am Haarmannplatz

Dominierend am Haarmannplatz ist die HAWK Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen,  die frühere Baugewerkschule. Das Gebäude wurde 1900 bis 1902 aufwendig in historisierendem Stil errichtet. Die Baugewerkschule wurde 1831 durch den Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann als erste dieser Art ins Leben gerufen. Nach ihm wurde der Platz genannt, sein Denkmal befindet sich in den benachbarten Gartenanlagen an der Böntalstraße.

Teichen-Spielplatz

Hinter der Fachhochschule befindet sich der Untere und anschließend der Mittlere Teich, eingebettet in einen Park mit Spazierwegen. Diese Teiche, dazu ein weiterer, haben mit ihrer Wasserkraft einst das an der Stelle der heutigen Fachhochschule gelegene Eisenwerk (1745 bis 1840 in Betrieb), einige Steinschleifmühlen und andere Werkstätten betrieben.