Die Innenstadt Holzmindens läßt sich sehr schön durch einen Rundgang erkunden. Vom Parkplatz Johannismarkt aus kann man die Altstadt Holzmindens und benachbarte Bereiche auf kurzem Weg erreichen. Die Hintere Straße läßt den Typ der Ackerbürgerhäuser erkennen, mit dem Giebel zur Straße gerichtet, aus Fachwerk gebaute Hallenhäuser. Einige dieser Häuser sind mit Platten aus Sollingsandstein auf den Dächern und teilweise auch an den Außenwänden bedeckt. Die Hintere Straße führt auf ein hohes Torhaus zu, das Reichspräsidentenhaus. Hier erklingen nach der Uhr im Glockenspiel beliebte Melodien. Auf seiner nach außen gerichteten Seite kann man zu bestimmten Zeiten die Figuren des Meisterumzuges der Fachhochschulabsolventen vorüberziehen sehen.
Der Markt im Zentrum der Altstadt mit Brunnen und Baumreihen dient dem Wochenmarkt und Festveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Fahnenschwenken anläßlich der traditionellen Schützenfeste. Einst befand sich auf dem Platz im Westteil das Rathaus und im Ostteil das Brauhaus. In der wegen ihres gekrümmten Verlaufs so genannten Halbmondstraße fällt das Severinsche Haus von 1683 (Nr. 9) in die Augen. Es ist das größte der Holzmindener Ackerbürgerhäuser, reich geschmückt und mit kunstvoll gestalteter Wetterfahne.
Die Obere Straße wurde zur Fußgängerzone umgestaltet. Hier wurde versucht, vielfältige und unterschiedliche Nutzungen im Straßenraum möglich zu machen und auch langfristig die Straßenflächen unterschiedlich zu interpretieren.
Die Obere Straße wird gegliedert von Ost nach West durch drei Orte:
der Baumplatz
der Platz der Düfte
der Platz am Wasser
Dominierend am Haarmannplatz ist die HAWK Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen, die frühere Baugewerkschule. Das Gebäude wurde 1900 bis 1902 aufwendig in historisierendem Stil errichtet. Die Baugewerkschule wurde 1831 durch den Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann als erste dieser Art ins Leben gerufen. Nach ihm wurde der Platz genannt, sein Denkmal befindet sich in den benachbarten Gartenanlagen an der Böntalstraße.
Hinter der Fachhochschule befindet sich der Untere und anschließend der Mittlere Teich, eingebettet in einen Park mit Spazierwegen. Diese Teiche, dazu ein weiterer, haben mit ihrer Wasserkraft einst das an der Stelle der heutigen Fachhochschule gelegene Eisenwerk (1745 bis 1840 in Betrieb), einige Steinschleifmühlen und andere Werkstätten betrieben.









