20. Juni: Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung
Der 20. Juni als „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ ist ein sehr junger Gedenktag: erst seit dem Jahr 2015 wird er offiziell in Deutschland begangen. Mit der Wahl dieses Datums orientiert er sich jedoch an dem internationalen Gedenken des Weltflüchtlingstages, welches auf den 20. Juni gelegt wurde. Wie bei verschiedenen anderen Gedenktagen in Deutschland, führt auch die von ihm erinnerte Geschichte zurück bis in die furchtbare Zeit der Naziherrschaft. Der Zweite Weltkrieg hatte zur Folge, dass Millionen Deutsche als Flüchtlinge oder Vertriebene ihre Heimat verlassen und „in den Westen“ ziehen mussten.
Heute gibt es erneut eine Fluchtbewegung von Ost nach West in Europa, wie uns auch in Holzminden täglich vor Augen geführt wird. Insofern hat dieser Gedenktag 2022 eine ganz besondere, erschreckend aktuelle Bedeutung. Entsprechend ist für die offizielle Gedenkstunde der Bundesregierung u. a. der Erfahrungsbericht einer Zeitzeugin für Flucht und Vertreibung aus der Ukraine angekündigt. Die zu uns kommenden Flüchtlinge aus der Ukraine haben nicht nur ihre engere Heimat, sondern ihr Land verlassen. Daher soll der Gedenktag in diesem Jahr nicht zuletzt ein Zeichen der Solidarität mit diesen bei uns Sicherheit suchenden Menschen sein!

Meldung vom 17.06.2021Letzte Aktualisierung: 21.06.2022 Zurück