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Am 9. Mai wird nämlich in vielen Staaten Europas der „Europatag“ begangen, der für Frieden und Einheit in Europa steht. Angesichts der gegenwärtigen Lage in der Ukraine, da in Europa Krieg herrscht, kann man wohl sagen: nie war der Europatag so wichtig wie heute!
Auch seine Ursprünge hängen mit kriegerischen Ereignissen zusammen. In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 endete in Europa mit der Kapitulation des Dritten Reiches der Zweite Weltkrieg. Fünf Jahre später schlug im Gedenken an dieses Datum der französische Außenminister Robert Schumann vor, die kriegswichtigen Bereiche der Kohle- und Stahlproduktion überstaatlich zusammen zu schließen. So sollte ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich „nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich“ werden.
Aus dieser Idee heraus entstand die seinerzeit so genannte „Montanunion“, die als Grundstein der heutigen Europäischen Union anzusehen ist. Im Laufe der Jahre kamen viele weitere Staaten hinzu, und alle hatten ein großes Ziel: Krieg zwischen den Nationen Europas zu verhindern.
Die gegenwärtige Lage könnte dazu verleiten, resignierend zu sagen: alles umsonst! Gerade jetzt ist es aber besonders wichtig, alles nur Mögliche zu tun, dass wieder Friede geschlossen werden kann. Was können wir dafür tun? In diesem Jahr steht der Europatag unter dem besonderen Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Wenn am Europatag die europäischen Grundwerte der Menschenwürde, Freiheit und Demokratie gefeiert werden, drücken wir damit aus, dass diese die Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens sein müssen. Wenn wir uns auch in Holzminden für diese Werte engagieren, setzen wir ein notwendiges Zeichen für Völkerverständigung, Frieden und Solidarität.
